Die Verleihung des Albert-Lippert-Preis für Engagement in der Jugendarbeit fand an der Herbst-Vollversammlung am 28.10.2025 statt und es wurde jeweils ein Preisgeld in Höhe von 600 € an eine Gruppe und an ein Projekt ausgeschüttet. Zudem wurde eine Persönlichkeit geehrt, die sich für die Jugendarbeit im Landkreis Aschaffenburg verdient gemacht hat. Hier betrug das Preisgeld 300 € und die geehrte Person darf bei der kommenden Verleihung in der Jury sitzen.
Albert-Lippert-Preis 2025
Preisträger*innen in den vergangenen Jahren
Der Albert-Lippert-Preis ist eine Auszeichnung für besonders herausragende Leistungen auf dem Gebiet der verbandlichen Jugendarbeit, der in den letzten 30 Jahren an herausragende Einzelpersonen, Gruppen und Projekte verliehen wurde.
Die dem Kreisjugendring angeschlossenen Verbände konnten Einzelpersonen, Gruppen und Projekte vorschlagen. Der Stiftungsrat der Albert-Lippert-Stiftung wählt aus diesen Vorschlägen die Preisträger aus und verlieh den Preis stets in einem feierlichen Rahmen.
Alle Preisträger*innen erhielten jeweils eine Urkunde und je ein Preisgeld in Höhe von 500€.
| Jahr | Einzelpersönlichkeit | Gruppe | Projekt |
| 2025 | Erwin Glawion, Bayerische Fischerjugend | Jugendinitiative Alzenau | Wilschenimschter Jugendtreff |
| Verdienste in der Jugendarbeit | |||
| 2021 | Silke Staudt, Bayerisches Jugendrotkreuz/Wasserwacht | Koordinierungskreis, BDKJ Aschaffenburg | Dekanats-Team Alzenau des BDKJ |
| Verdienste in der Jugendarbeit | 72-Stunden-Aktion 2019 | Gunzen-Action-Tage 2021 | |
| 2018 | Georg Thoma, Kreisjugendfeuerwehrwart LK AB | Küchenteam des KABUM – Lagers I der EJ | Das Projekt „Vom Wert der Dinge“ der Deutschen Wanderjugend/ Spessartbund |
| Verdienste in der Jugendarbeit | Versorgung während des Zeltlagers | Gestaltung mit Naturmaterialien, Upcycling | |
| 2015 | Claus Fries, Naturschutzjugend | CAJ-Jugendzeltlager Hösbach-Bahnhof | Teamerkurs EJ Untermain |
| großes Engagement im Ehrenamt | Organisation eines überregionalen Zeltlagers | Schulung von Jugendlichen im Ehrenamt | |
| 2012 | Anke Barthon, Lehrerin, Wasserwacht Bayern, AG Schule | GV Liederkranz Alzenau, Maintal Sängerbund | Oliver Zahn und Sophie Stürmer – aktiv im Chor Songshine in Großostheim |
| Aufbau eines Schulsanitätsdienstes | Angebot einer Chor-AG | ||
| 2009 | Dipl.- Ing. Karl Wolf | BDKJ-Regionalteam | |
| Aufbau des „Haus der Jugend“ | Aufbau des Jugendhauses Gunzenbach |
Albert-Lippert-Stiftung 1982 - 2023
Die Albert-Lippert-Stiftung förderte von 1982 – 2023 die ehrenamtliche Jugendarbeit im Landkreis Aschaffenburg.
2023 entschied der Sitzungsrat, die Albert-Lippert-Stiftung aus folgenden Grünen aufzulösen:
- Geringes Grundstockvermögen (20.451,68€). Seit über 10 Jahren erfolgte keine Zustiftung. In den nächsten Jahren ist auch keine Zustiftung zu erwarten.
- Dadurch ergibt sich ein Zinsertrag in den letzten Jahren von jeweils 0,20€. Auch bei einer anderen Anlage und höheren Zinsen wird es ein sehr geringer Betrag bleiben.
- Alle drei Jahre verleiht die Stiftung den Albert-Lippert Preis. Mit jeweils 500€ werden drei Preise für verdiente Personen und Gruppierungen der Jugendarbeit im Landkreis Aschaffenburg vergeben. Dieser Preis konnte in den letzten Jahren nur durch zusätzliche Spenden an die Stiftung verliehen werden.
Wie in der Satzung der Albert-Lippert-Stiftung verankert, wurde das Vermögen bei Auflösung der Stiftung dem Kreisjugendring Aschaffenburg im Bayerischen Jugendring (K.d.ö.R.) zugeführt.
Der KJR Aschaffenburg wird dieses Geld zukünftig entsprechend des Stiftungszweckes einsetzen.
Zur Person Albert Lippert
1947 gründete Albert Lippert in Heigenbrücken eine Jugendgruppe – der Start eines beispiellosen Einsatzes für die Jugend – insbesondere im Landkreis Aschaffenburg, aber auch darüber hinaus.
Über Albert Lippert:
Albert Lippert war 1956 Gründungsmitglied des Jugendwohlfahrtausschusses, in dem er über 30 Jahre das Wohl der Jugend im Landkreis mitgestaltete. In dieser Zeit war Albert Lippert auch als Jugendschöffe tätig.
Bei seiner Tätigkeit für den Kreisjugendring Aschaffenburg und im Vorstand des Bezirksjugendringes seit 1959 hat sich Albert Lippert höchste Anerkennung erworben. 1965 wurde er zum Vorsitzenden des KJR Aschaffenburg gewählt und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksjugendringes Unterfranken. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand wirkte er ab 1973 weiter als Kassenprüfer und leitete verschiedene Großveranstaltungen und Seminare im musischen und politischen Bereich.
Wie wichtig Albert Lippert seine Tätigkeit für den Kreisjugendring Aschaffenburg war, zeigt sein Verzicht auf das Amt des Vorsitzenden des Bezirkjugendrings. So entschied er sich für das Engagement im Kreisjugendring: „Man muss direkt vor Ort und nah am Geschehen sein, um etwas zu bewegen“ so seine Aussage.
Dies zeigt sich auch an den Erfolgen, die er während seiner Tätigkeit als KJR-Vorsitzender verzeichnen konnte. So wurde in seiner über 30jährigen Tätigkeit die erste Geschäftsordnung und der erste Jugend(hilfe)plan erstellt. Er initiierte Jugendseminare und widmete sich damals als einer der ersten der Jugendpolitik. Das Kreisjugendsingen mit über 600 Teilnehmern, der Jugendheimbau und die Schaffung von Jugendzentren sind nur einige seiner herausragenden Erfolge. Aufgrund seiner Verdienste wurde Albert Lippert mit dem großen Landkreiswappen geehrt.
Mit der Gründung der Stiftung zur Förderung der Jugendarbeit im Landkreis Aschaffenburg (Albert-Lippert-Stiftung) am 15. Januar 1982 zeigte Albert Lippert selbstlos seine tiefe Verbundenheit mit der ehrenamtlichen Jugendarbeit im Landkreis Aschaffenburg bis zu seinem Tode und darüber hinaus.
Am 16. November 2017 verstarb Albert Lippert im Alter von 91 Jahren.






